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Date: Nov 29, 2017

EU fördert drei Forscher der Uni Bonn mit Millionen Prof. Moritz Schularick, Prof. Jörg Stoye und Dr. Hendrik Hildebrandt erhalten ERC Consolidator Grants

Die Fördermittel des Europäischen Forschungsrats (ERC) sind hart umkämpft. Nun erhalten gleich drei Wissenschaftler der Universität Bonn begehrte ERC Consolidator Grants in Höhe von insgesamt mehreren Millionen Euro. Damit bekommen die Ausgezeichneten die Möglichkeit, ihre Forschungsfelder deutlich auszubauen und neue Projekte anzugehen.

 

Prof. Dr. Moritz Schularick vom Institut für Makroökonomie und Ökonometrie der Bonner Alma mater erhält vom ERC in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Das Ziel seiner Forschung ist, die langfristige Entwicklung von Immobilienpreisen, die Verteilung des Immobilienvermögens sowie die Verbindung von Immobilienblasen und Finanzkrisen zu verstehen. „Es geht darum, wie sich langfristige Renditen auf Immobilieninvestitionen entwickelt haben, etwa im Vergleich zum Aktienmarkt“, sagt Schularick. Weitere Themen sind, ob auch steigende Immobilienpreise zu mehr Vermögensungleichheit führen und ob die Zentralbanken die Zinsen erhöhen sollten, wenn die Immobilienmärkte zu euphorisch sind.

Ganz harte Nüsse in der Statistik

Neue statistische Methoden entwickelt Prof. Dr. Jörg Stoye vom Institut für Finanzökonomie und Statistik sowie dem Hausdorff Center for Mathematics der Universität Bonn. Er bekommt in den nächsten fünf Jahren insgesamt 1,1 Millionen Euro. Es geht um neue Methoden, die es Forschern erlauben, die Genauigkeit von Schätzern zu bestimmen. „Ein einfaches Beispiel sind Schätzfehler in Meinungsumfragen“, berichtet Stoye. Der Wissenschaftler versucht, die ganz harten Nüsse in der Statistik zu knacken: in äußerst vertrackten Situationen, wo dies bisher nicht oder nur durch extrem konservative Abschätzung möglich war. „Der Grant erlaubt mir die Konzentration auf diese inhaltlich sehr schwierige Forschung und finanziert zudem die Umsetzung der Ergebnisse in Form frei zugänglicher Software“, sagt er.

Test für das Standardmodell der Kosmologie

Dr. Hendrik Hildebrandt vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn will das Standardmodell der Kosmologie einem präzisen Test unterziehen. Mit einem internationalen Forscherteam hat er eine Diskrepanz zwischen Messungen des schwachen Gravitationslinseneffekts und Messungen der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung festgestellt. „Ziel meiner Forschung ist es, mit der Förderung des ERC Consolidator Grants deutlich genauere Messungen durchzuführen, um diesen interessanten Hinweisen und der damit verbundenen Frage nach der Natur der Dunklen Energie – eine der aktuell wichtigsten Fragen in der Physik – nachzugehen“, sagt Hildebrandt. Die Förderung für das Projekt beträgt in den nächsten fünf Jahren fast zwei Millionen Euro.

Großer Erfolg

Die Förderlinie der ERC Consolidator Grants richtet sich an exzellente Wissenschaftler, die bereits erfolgreich eine eigene Forschergruppe aufgebaut haben. Ziel der Förderung ist die Konsolidierung des Forschungsteams. „Drei Grants zugleich für die Universität Bonn sind ein großer Erfolg, weil erfahrungsgemäß nur etwa jeder zehnte Antrag zum Zug kommt“, sagt Dr. Ulrike Pag, die die Wissenschaftler an der Universität Bonn rund um ERC-Förderfragen berät.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website des European Research Council:


 

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